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10 Jahre Regenbogengruppe

Angebot für Kinder psychisch oder suchtkranker Eltern stets gefragt

10 Jahre Regenbogengruppe   Bild Besucherin S

Im Jahr 2009 starteten wir die Regenbogengruppe, ein Angebot für Kinder von psychisch und/oder suchtkranken Eltern. Die einstige Idee, die hinter der Sache stand, hat sich in den letzten zehn Jahren weder verändert, noch an Bedeutung verloren: einmal die Woche sollten die jungen Menschen zum einen die Möglichkeit haben, über alle Dinge zu sprechen, die sie in ihrem häuslichen Alltag beschäftigen. Zum anderen sollen sie in dieser Zeit „einfach Kind sein“ können – spielen, toben, basteln, lachen, Spaß haben. 41 Kinder im Alter von etwa 7-14 Jahren haben das Nachmittagsangebot seit dem Start regelmäßig besucht, einige davon über mehrere Jahre hinweg. Ein Ende des Angebots ist nicht in Sicht, eher im Gegenteil: es gibt eine Warteliste mit Kindern, die unsere Gruppe besuchen möchten.

„Viele unserer jungen Besucher leiden unter Ohnmachts- und Schuldgefühlen,“ erläutert Irene Nellessen, Leiterin der Regenbogengruppe. „Kinder einer depressiv erkrankten Mutter erzählen beispielsweise, dass sie stundenlang das Haus aufgeräumt, geputzt und Staub gesaugt haben – in der Hoffnung, dies würde ihre Mutter wieder glücklich und gesund machen. Wenn sie feststellen, dass das nicht funktioniert hat, stehen häufig Gedanken wie ‚Hätte ich mich nur mehr angestrengt…‘ im Vordergrund. Bei uns erfahren sie, dass sie nicht verantwortlich für die Erkrankung ihres Elternteils sind, jedes noch so große Bemühen keine Gesundung hervorrufen kann und sie so, wie sie sind, völlig in Ordnung sind.“ In der Gruppe beruhigt und stärkt die jungen Menschen, dass auch andere Kinder solche Situationen oder Familienverhältnisse von zu Hause kennen. Sie erleben, dass diese vielleicht anders reagieren und es verschiedene Möglichkeiten gibt, damit umzugehen. Sie lernen, auf ihre Gefühle zu achten und diese ernst zu nehmen. Kollege Oliver Hertzog-Häcker ergänzt: „Zudem geben wir stets einen Raum für das, was gut zu Hause ist. Gemeinsam schauen wir, was in der Familie schön ist und die Kinder glücklich macht.“ Bis sie das nötige Vertrauen zu den Gruppenleitern und anderen Teilnehmern aufgebaut hätten, bräuchte es gewiss seine Zeit, so Hertzog-Häcker.

Nach zehn Jahren Erfahrung könne man rückblickend sagen, dass der weit überwiegende Teil der Kinder vom Gruppenangebot profitiere, fährt Nellessen weiter fort. „Sie sind selbstbewusster und stabiler geworden. Sie sind auf einem guten Weg zu lernen, dass ihre Individualität, ihre Gefühle, Wünsche und Gedanken in Ordnung und wertvoll sind.“ Eltern und Lehrer melden mitunter zurück, dass ihre Kinder in der Schule besser zurecht kommen, sich nun trauen, vor der Klasse zu sprechen, insgesamt mutiger geworden sind. „Vielleicht aber auch unbequemer“, fügt Oliver Hertzog-Häcker augenzwinkernd hinzu, „da sie nun klar ausdrücken und einfordern, was sie brauchen. Kinder, die vormals in einer Opferposition waren, können sich besser verteidigen und sind jetzt eher in der Lage, Konflikte verbal zu lösen.“ Spaß am Leben haben dürfen, gut für sich sorgen, auch (oder gerade) wenn Mama oder Papa gerade im Krankenhaus ist, etwas Schönes unternehmen und erleben, das alles sind wichtige Elemente der Regenbogengruppe. Des Weiteren ist der jährlich stattfinde theaterpädagogische Workshop fester Bestandteil der Regenbogengruppe. Mithilfe von Verkleidungen können die Besucher dabei in verschiedene Rollen schlüpfen und sich einmal ganz neu ausprobieren oder anders verhalten, was sie sich ansonsten nicht trauen würden. Die Kinder studieren dabei ein Theaterstück ein, das am Ende des Tages vor Eltern und Geschwistern vorgeführt wird. Ihr Applaus ist es, der die jungen Menschen stark macht und ihr Selbstbewusstsein fördert.

Die Regenbogengruppe trifft sich jeden Dienstag Nachmittag in der Zeit von 16:00 - 17:30 Uhr. Wer Fragen hat, kann sich gerne an Irene Nellessen unter 02445 8507-210 oder an Oliver Hertzog-Häcker unter -206 wenden. 

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