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Ford-Werke Köln
unterstützen Brillensammelprojekt 

Über 700 nicht mehr gebrauchte Sehhilfen wurden für Bedürftige
in armen Ländern abgegeben

Brillenübergabe Ford 2019 (07)s

Im vergangenen Herbst haben wir in Kooperation mit dem Deutschen Katholischen Blindenwerk, unserer Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung und hiesigen Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) das Sammelprojekt mit dem Slogan „Zwei Gläser, die die Welt bedeuten können“ ins Leben gerufen. Dabei werden alte, aber noch brauchbare Brillen gesammelt, gereinigt, vermessen und an bedürftige Menschen, die sich keine Sehhilfe leisten können, in aller Welt verschickt. Durch die lokale Presse wurden auch die Kölner Ford-Werke auf das Projekt aufmerksam. Ihre Marketing-Mitarbeiterin Katrin Malik aus Mechernich wandte sich an uns, um über eine Beteiligung mithilfe einer internen Sammelaktion ins Gespräch zu kommen; Ford stellt seine Beschäftigten für zwei Tage pro Jahr bezahlt von ihrer eigentlichen Tätigkeit frei, um sich gemeinnützigen Projekten zu widmen. So wurde die Brillensammlung erstmals in drei Bereichen der Ford-Werke durchgeführt. Über 700 Brillen kamen zusammen – eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

„Die Aktion wurde in unseren Werken sehr gut angenommen“, berichtete Katrin Malik begeistert. „Die gesamte Mitarbeiterschaft, auch die Führungsebenen, fanden die Idee super und waren sofort dabei. Sie waren froh, ihre alten Brillen in der Schublade auf diese sinnvolle Weise abgeben zu können. Ich kann daher sagen: viel positives Feedback von allen Seiten bei Ford!“ 702 Brillen konnte sie am Ende in zahlreichen Kartons an uns übergeben. Sarah Schmitz, Leiterin Tagesstätte, dankte nicht nur Katrin Malik für ihren Einsatz, sondern besonders auch den Besuchern ihrer Einrichtung, die an dieser auf Dauer angelegten Maßnahme teilnehmen: "Ohne unsere Klienten könnten wir das Projekt gar nicht durchführen. Seit unserem Start haben wir 6000 Brillen gesammelt, die von ihnen gesichtet, sortiert und für den weiteren Transport verpackt wurden." So konnten die von den Ford-Werken gesammelten Kisten gemeinsam mit weiteren zahlreichen Kartons voller Sehhilfen, die zwischenzeitlich für uns abgegeben worden sind, von Johannes Klein in Empfang genommen werden. Der Leiter des Deutschen Katholischen Blindenwerks in Koblenz koordiniert nun die Reinigung, Vermessung und den abschließenden Versand in alle Welt.

Brillenübergabe Ford 2019 (12)sZuletzt wurden Transporte beispielsweise nach Ladakh/Indien und El Salvador organisiert. Dies zu organisieren ist mitunter keine leichte Aufgabe: „Wegen der dortigen Unwegsamkeit ist der Versand sehr kompliziert und muss gründlichst vorbereitet werden. Die Ware muss beispielsweise in die Berge, dort gibt es aber keine Straßen, sondern nur einen schmalen Trampelpfad. Solche Hindernisse müssen wir überwinden“, betont er. Die vertrauensvolle Kooperation mit seriösen Partnern vor Ort sei dabei garantiert. Martina Bertram, Gemeindecaritas und Ehrenamtskoordination, zu den Hintergründen des Projekts: „In vielen Ländern der Erde gibt es Menschen, die sich keine Sehhilfe leisten können. In Entwicklungsländern in Afrika, Asien, Südamerika, aber auch bei uns in Europa wird der Hilfebedarf bestenfalls im Krankenhaus festgestellt und ein Privatrezept ausgestellt. Überwiegend gibt es keine Leistungen von einer Krankenkasse, sodass eine Brille für Bedürftige meistens nicht finanzierbar ist.“ Johannes Klein beschreibt eine Brille gar als Schlüssel zur Welt, denn die Aktion fördert in armen Ländern Bildungschancen, Verdienstmöglichkeiten und Teilhabe am Leben: "Es geht nicht nur um Lesen und Schreiben können, sondern beispielsweise auch darum, den Schmutz aus Saatgut befreien oder handwerkliche Tätigkeiten ausführen zu können! In Gesellschaften mit traditionellen familiären Strukturen werden somit die Schwächsten gestärkt, denn sie können wieder zum Familienunterhalt beitragen."

Die Kooperationspartner freuen sich über jede weitere Unterstützung. Das Sammelprinzip ist einfach – im Caritas-Zentrum Simmerath, in den Caritas-Tagespflegen Roetgen und Simmerath sowie in unseren GdG stehen gekennzeichnete Holzkisten bereit, in welchen die alten Brillen abgegeben können. Sind diese voll, werden sie ins Caritas-Haus Schleiden gebracht. Wer Fragen zum Projekt hat, kann sich gerne an Martina Bertram unter 02445 8507-270 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

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