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Der Klienten-Blog

Einige Klienten unseres Fachbereichs Psychiatrische Dienste haben den Wunsch geäußert, selbstgeschriebene Gedichte, Erlebnisberichte aus ihrem Leben als psychisch Erkrankter, Bilder, Video- oder Musikbeiträge in offener oder auch namentlich anonymisierter Form zu veröffentlichen. Der Fantasie sollten keine Grenzen gesetzt werden. So ist dieser neue Klienten-Blog entstanden. Nach und nach werden wir hier Beiträge von Menschen mit einer psychischen Erkrankung einstellen. Wir danken allen, die mitmachen, für ihre Aufrichtigkeit und ihren Mut, einen so persönlichen Teil von sich hier preiszugeben. 

Biografie von "Holzwurm", Kapitel 2

Leonberg - Silberberg 1991-1992: 

Es war schon Morgens wie wir in unsern neuen Zuhause ankamen. Der erste Eindruck von der Gegend war Wald und nochmal Wald.

Das neue zuhause war aber recht klein leider.
Mein Kinderzimmer war so klein das ich nicht drin spielen konnte also musste ich immer im Wohnzimmer spielen was sehr oft für Ärger sorgte den mein Stiefvater musste oft im Büro arbeiten und bekam auch sehr oft Besuch von der Arbeit her.
Was ich auch nicht gewohnt war ist das es viele berge gab.

[...]

 

Das gesamte erste Kapitel gibt es HIER.

Gedichte in Tinte nackt baden lassen

Berührende Lyrik von Nils und Hedwig Ponten,
gezeichnet und gestaltet von Horst Breiter.

 

Es handelt sich um ein mehrseitiges Buch, das wir hier in mehreren Abschnitten nach und nach vorstellen.

Hier Teil 1.

Liebe

Liebe Tränen webt,
Liebe dich in den Himmel hebt,
Liebe dich zu den Sternen trägt,
Liebe dein Herz mit Sehnsucht quält.

Liebe kommt auf leisen Schwingen,
Liebe lässt dein Herz erklingen,
Liebe so viel Glück kann bringen,
Liebe Liebe wird gewinnen.

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Abschied eines Narren

Blick ich in den Spiegel – einen Narren ich schau,
mit Tränen in den Augen, alt und grau,
gezeichnet von Qualen, gebeugt vom Schmerz, 
die Seele verbrannt, zersplittert das Herz
und alle Träume, alles Sehnen – ertränkt im blutigen Morgentau.

Ist’s nur dies‘, was das Leben mir zugedacht?
Von Allem verraten, einsam und allein existiern in dunkler Nacht?
Bin hilflos – kann die Bürde nicht länger tragen;
warum bloß? – Fragen über Fragen;
das Schicksal meinen Zorn entfacht.

All die Menschen, die mich verlassen;
in meiner Ohnmacht haben allein gelassen;
in der Verdammnis dunklem Licht 
nein, vergeben kann ich ihnen nicht;
aber auch nicht hassen.

So will ich denn in Stille gehen;
möchte keine Tränen sehn
ich vielleicht im Tod einen Sinn denn finde
so vergebt mir diese Sünde
wenn ich mir das Leben nehm.

So nehm ich Narr denn Abschied nun –
um in des Grabes Kühle friedlich zu ruhn.

Michael Müller

Biografie von "Holzwurm", Kapitel 1

Bad Honnef 1979 - 1991: 

Moin Moin ich bin der Holzwurm. Ich habe am 19.04.1979 das Licht der Welt erblickt und das in Bad Honnef. Wie ich so 5 Jahre alt war bekam ich eine Hund er hieß Blacky er war mein bester freund ich konnte alles mit ihm machen.

Wie ich in die Grundschule nach Bad Honnef – Selhof kam lernte ich auch eine Sibille kennen und das beste war sie wohnte in meiner Nachbarschaft. Es war eine sehr schöne Grundschule Zeit.

Sibille und ich waren im gleichen Alter wir waren um die 7 Jahre alt und spielten jeden Tag zusammen ich habe sie echt gern gemocht. Denke mal es war auch schon was wie liebe also Händchen halten und so. Wir saßen dann mal in der Waschküche hatten glaub meiner Mutter geholfen, wie meine Mutter weg war haben wir uns hingesetzt und unterhielten uns was und kam mein erster Kuss von ihr auf die rechte Wange es war einfach nur schön der Moment. Kann und will ihn nicht vergessen. Wir waren zusammen in der ersten Klasse nur aus irgend einem Grund musste Sibille die erste klasse wiederholen.

[...]

 

Das gesamte erste Kapitel gibt es HIER.

Die großen Schwestern

Das Schöne an mir ist,
dass die Einsamkeit nicht mehr ist
und der ferne Süden
und das Blaue des Meeres
von Ferne winken.

Alles erscheint mir sonst zwecklos
und alle Nichtigkeiten der Welt
versuchen mich anzubiedern
mit ihren großen Schwestern,
die geheimnisvoll daher stampfen.

Die großen Schwestern können alles
und verschiedene Leute
können immer noch nicht verwinden,
dass die großen Schwestern alleine bleiben wollen.

Von Georg Gluch

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